Barrierearmut und Standard-konforme Internetseiten
Eines der Prinzipien der KJG ist die Gleichberechtigung aller Menschen.
Also war das Ziel bei der Gestaltung des Internetauftritts den Inhalt einer
möglichst großen Zahl von Besuchern ohne Einschränkungen zugänglich zu machen.
Internetanfängern als auch Profis, gesunden als auch in irgendeiner Weise
beeinträchtigten Menschen, sowohl Kindern als auch Senioren.
Verwirklicht wird das, indem verschiedene Techniken eingesetzt werden,
die das World Wide Web Consortium (W3C) empfiehlt.
Konkret bedeutet das:
- Die Seiten sind nicht auf ein bestimmtes Programm oder Ausgabemedium
optimiert bzw. beschränkt.
Mit allen mehr oder minder aktuellen Browsern, aber auch mit Screenreadern
und anderen Programmen sind die Inhalte weitgehend uneingeschränkt nutzbar.
(Ein reiner Textbrowser oder eine Brailzeile kann natürlich keine Fotos anzeigen).
Theoretisch lassen sich die Seiten nicht nur auf einem Computer betrachten,
sondern zum Beispiel auch mit einem Mobiltelefon oder einem internetfähigen Fernseher.
- Der Quelltext der Seiten ist nach den strikten Regeln von
XHTML 1.0 geschrieben.
Somit wird eine genauere Verarbeitung durch das Ausgabeprogramm ermöglicht,
da der Interpretationsspielraum wesentlich kleiner ist, als bei unsauberem Code.
- Durch die konsequente Trennung von Inhalt und Formatierung sind die Seiten
abwärtskompatibel und die Informationen könnten sogar noch mit Programmen
aus der Anfangszeit des Internets (WWW) genutzt werden.
Gleichzeitig schrumpft der Umfang des Quelltextes, die Seiten werden kleiner
und somit schneller übertragen. Auch Suchmaschinen können solche Seiten effizienter auswerten.
- Semantische Auszeichnungen gliedern die Dokumente in Überschriften, Absätze, Listen
usw.
So sind beispielsweise wichtige Textstellen nicht als fett ausgezeichnet (das wäre Darstellung)
sondern als betont (Bedeutung). Die Darstellung wird erst durch Formatvorlagen
(CSS)
bestimmt.
So können Besucher auch durch eigene Formatvorlagen und Einstellungen
Einfluss auf die Darstellung der Seiten nehmen.
- Bei der graphischen Gestaltung wurde darauf geachtet, dass zwischen Text
und Hintergrund genügend Kontrast herrscht und die Schrift problemlos
vergrößert oder verkleinert werden kann. Bei der Farbgebung wurde auch
auf Sehschwächen wie z.B. Rot-Grün-Blindheit Rücksicht genommen.
- Für Grafiken und Bilder wird immer auch ein Alternativtext angegeben,
für den Fall, dass die Grafik nicht dargestellt wird.
Bei den Fotogalerien folgt die Beschreibung meist erst nach dem Bild.
- Bei der Erstellung wurde auf Kontinuität innerhalb der Seiten geachtet.
Wichtige Navigationselemente befinden sich immer an den selben Stellen.
Verweise zu fremden Seiten sind durch eine kleine Pfeilgrafik oder den
entsprechenden Alternativtext gekennzeichnet.
- Die Sprache ist (hoffentlich) halbwegs einfach und verständlich.
Auch Grammatik und Rechtschreibung sind (hoffentlich) in weiten Teilen korrekt.
Einige Seiten –besonders diejenigen, die den Weltjugendtag betreffen–
wurden ins Englische und ins Französiche übersetzt.
Falls der Browser entsprechend konfiguriert ist, wird automatisch die richtige Sprache gewählt.
Alternativ sind am Anfang der Seiten Verweise zu den anderen Versionen.
- Vor ein kleines Problem stellte uns die Behandlung von Verweisen, die zu anderen Seiten führen.
Sollen sie in einem neuen Fenster geöffnet werden oder lieber nicht?
Was erwarten die Benutzer? Beides hat Vor- und Nachteile.
Ein neues Fenster kann den Anwender überraschen, andererseits sind viele
Leute verwirrt, wenn sie plötzlich auf einer fremden Seite landen und finden
teilweise nicht zurück.
Unsere Lösung sieht nun folgen aus:
Hat ein Besucher JavaScript aktiviert (Standard), so kann er auswählen,
ob die Verweise im selben oder in einem neuen Fenster geöffnet werden.
Ohne JavaScript sind es ganz normale Links.
In modernen Browser wie Mozilla Firefox oder Opera lässt sich das Verhalten
noch weiter beeinflussen.
- Sämtliche Seiten erfüllen mindestens die Anforderungen für die Stufe
„Doppel A“ der Zugänglichkeitsrichtlinien des
W3C
und entsprechen somit auch der „Barrierefreie Informationstechnik - Verordnung“ (BITV)
Der Begriff „barrierefrei“ ist etwas problematisch, da manche Barrieren
auch trotz aller Bemühungen nicht beseitigt werden können.
Besser ist daher die Bezeichnung „barrierearm“.
Unsere Seiten enthalten eine Inhaltskennzeichnung nach dem Schema der
„Vereinigung zur Klassifizierung von Internet Inhalten“
(Internet Content Rating Association [ICRA]).
Diese Kennzeichnungen werden vorallem von Jugendschutzprogrammen ausgewertet.
Der „Inhaltsratgeber“, der im Interet Explorer enthalten ist, kann mit
entsprechenden Einstellungen
auf diese Informationen zugreifen, das kostenlose Programm
„ICRA Plus“
bietet einen umfangreichen Schutz unabhängig welcher Browser verwendet wird.
Der
„Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco)“
ist der ICRA-Ansprechpartner in Deutschland
und bietet umfangreiche (deutschsprachige) Infomrationen und Anleitungen
rund um die Selbstkennzeichnung und die Anwendung der Filter.
Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auch auf
jugendschutzprogramm.de
Wer irgendwo Probleme entdeckt oder Verbessurungsvorschläge hat,
soll sich nicht scheuen und uns dies über das
Kontaktformular oder
per elekronischer Post (e-Mail)
mitteilen.
Es folgen einige Grafiken, die für die Einhaltung der Standards stehen:
Die Seiten wurden erfolgreich mit folgenden Browsern getestet:
(Testsystem, soweit nicht anders angegeben:
Windows XP oder Windows ME, Bildschirmauflösung zwischen 800×600 und 1600×1200, 256/16bit/32bit Farben)
- Internet Explorer 5.0 (Win 98),
IE 5.5,
IE 6 (Win 98 SE bis Win XP) und
IE 7
- Mozilla 1.3 und neuer, Mozilla (Debian/GNU Linux)
- Firebird 0.7 und Firefox 0.8 und neuer (auch Debian/GNU Linux)
- Opera 6.01, 7.23, 7.54, 8.0 und neuer
- Netscape 7.1
- Konquerror (Debian/GNU Linux)
- Galeon (Debian/GNU Linux)
- Safari 1.2 (Mac OS X), Safari 3 beta (Windows XP)
- Diverse Exoten: K-Meleon, Beonex/0.8.2-stable, Amaya, Nausicaa, Odyssey Browser, Smartalec Voyager 2004
Auch getestet
- X-Smiles Release 0.90Beta1: keine css-Formatvorlagen erkannt
- OffByOne: keine css-Formatvorlagen
- Internet Explorer 3 (Win 95): keine css-Formatvorlagen und keine PNG-Grafiken
- HotJava Browser: keine css-Formatvorlagen und keine PNG-Grafiken
- NCSA Mosaic: Der ur-Browser (keine CSS und keine PNGs)
- Lynx, Links, eLinks: reine Textbrowser
- Arachne: Browser aus Dos-Zeit - Problem mit vierstelligen Dateiendungen, somit kein Test möglich